Osteomalazie bezeichnet eine Knochenerweichung beim Erwachsenen, während diese bei Kindern als Rachitis bezeichnet wird. Die Krankheit ist heutzutage relativ selten geworden.
Die Ursachen für eine Osteomalazie sind vielfältig, sind jedoch oft auf einen Mangel an Vitamin D, Calcium und/oder Phosphat durch Ernährungsfehler bzw. Stoffwechselstörungen zurückzuführen. Die hat eine Beeinträchtigung der Skeletthärtung zur Folge, sodass die Knochen biegsamer werden und sich deformieren können.
Hauptsymptome einer Osteomalazie sind dumpfe und andauernde Knochenschmerzen sowie Probleme mit der Muskulatur wie Muskelschwäche, Muskelschmerzen sowie raschere Ermüdbarkeit. Durch die Knochenerweichung kann es zur Ausbildung von X- oder O-Beinen kommen. Bei Erwachsenen können sich die Rippen verformen, sodass der Brustkorb eine glockenähnliche Form annimmt. Selten können wie auch bei Osteoporose schleichende Brüche der Wirbelkörper auftreten welche sich dadurch zu Fisch- oder Keilwirbeln verformen können.
Therapie einer Osteomalazie
Eine Osteomalazie wird je nach Laborbefund durch Gabe von Vitamin D und ggf. Calcium und Phosphat therapiert.
In meiner Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei Osteomalazie oft die Aufnahmefähigkeit des Magen-Darm-Traktes beeinträchtigt ist, sodass in der Regel eine zusätzliche naturheilkundliche Unterstützung dieses Systems sinnvoll ist. Auch Muskeltraining und Osteopathie werden als Unterstützung oft gerne angenommen.
