Chondromatose und Osteochondrosis dissecans Kniegelenk

Die Osteochondrosis dissecans (griech. osteon = Knochen, griech. chondros = Knorpel, lat. dissecans = losgelöst) befällt das Kniegelenk am häufigsten. Die Erkrankung tritt meistens im Alter von 15-40 Jahren auf. Betroffen ist dabei der in der Nähe des Knorpels gelegene Knochen, welcher sich zusammen mit dem Knorpel ablösen und sich dann als freier Gelenkkörper (auch „Gelenkmaus“ genannt) im Gelenk bewegen kann. Freie Gelenkkörper gibt es auch bei der Chondromatose, einer Erkrankung unbekannter Ursache, bei der bis zu Hunderte kleiner Gelenkmäuse zu finden sind. Auch warum eine Osteochondrosis dissecans entsteht, ist nach wie vor unbekannt. Da viele aktive Kinder und Jugendliche von der Erkrankung betroffen sind, wird am häufigsten eine Überlastung des Knies diskutiert.
Die ersten Symptome bei beiden Krankheiten sind Schmerzen und Schwellungen. Hat sich eine Gelenkmaus abgelöst und eingeklemmt, treten plötzlich starke Schmerzen auf. Meist sind die Bewegungen dann deutlich eingeschränkt, eventuell ist das Gelenk sogar komplett blockiert. Schreitet die Erkrankung länger fort, kommt oft noch eine Arthrose hinzu.

Therapie der Osteochondrosis dissecans und Chondromatose

Bei Kindern bewirkt eine lange Ruhigstellung in vielen Fällen eine Ausheilung – hier ist auch zu beachten, dass die Krankheiten eine relativ hohe Spontanheilungsrate aufweisen, so dass bei sehr jungen Patienten vielfach der Verlauf der Erkrankung beobachtet wird. Erwachsenen wird in Regel eine Arthroskopie des Gelenks empfohlen, um die Gelenkmäuse zu entfernen. Eine Operation ist auch dann nötig, wenn sich eine oder mehrere Gelenkmäuse abgelöst haben und eingeklemmt sind.