Unter Cervikobrachialgie, auch Hals-Arm-Schmerz genannt, versteht man Schmerzen, welche ihren Ursprung in der Halswirbelsäule haben und in den Arm ziehen. Hauptursache einer Cervikobrachialgie ist meist ein Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule, welcher die Nervenwurzeln irritiert. Dies hat die Entstehung eines Nervenwurzelschmerzes zur Folge, welcher sich bis in die Finger ziehen kann. Differentialdiagnostisch davon abzugrenzen sind sog. Pseudoradikuläre Schmerzen, welche nicht direkt einer Nervenwurzel zugeordnet werden können und nicht bis in die Hände ausstrahlen. Patienten mit einer Cervikobrachialgie klagen häufig über Kopf- und/oder Nackenschmerzen sowie in den Arm ziehende Schmerzen. Die Beschwerden verschlimmern sich oft nach langem Sitzen oder Liegen. Teilweise treten auch Taubheitsgefühle auf, bei schweren Cervikobrachialgien können auch Kraftverluste sowie Reflexausfälle auftreten.
Therapie einer Cervikobrachialgie
Die Therapie einer Cervikobrachialgie richtet sich nach deren Ursache. Therapeutisch wichtig ist es, die teilweise heftigen Schmerzen zu lindern. In meiner Praxis hat sich neben der anfänglich häufig notwendigen Gabe von Schmerzmitteln eine Kombination von osteopathischen Techniken und Bindegewebstherapie bewährt. Häufig können auch lokale Sauerstoff-Ozon-Injektionen die Schmerzen lindern. Als hilfreich wird auch die Anlage eines stützenden Kinesiotapes empfunden. Treten Muskel- oder Reflexausfälle auf, ist manchmal eine Operation leider unumgänglich.
