Kreuzbandrisse und -verletzungen

Der regelrechte Bewegungsablauf im Knie wird vor allem durch die beiden Kreuzbänder, das vordere Kreuzband (ligamentum cruciatum anterius) und das hintere Kreuzband (ligamentum cruciatum posterius), geführt. Wie ihr Name schon sagt, sind diese über Kreuz angeordnet. Sie verlaufen, vereinfacht beschrieben, von der Mitte des Schienbeinkopfs zum Oberschenkelknochen und sind in fast allen Positionen des Kniegelenks zumindest teilweise angespannt.
Die beiden Kreuzbänder sichern den gelenkigen Kontakt von Oberschenkelknochen und Schienbein und verhindern, dass das Schienbein gegenüber dem Oberschenkel wie eine Schublade nach vorne oder hinten bewegt werden kann.
Da bei Kreuzbandrissen fast immer erhebliche Kräfte beteiligt waren, werden meistens auch Begleitverletzungen diagnostiziert. Von einer teilweisen oder vollständigen Kreuzbandruptur ist meistens das vordere Kreuzband betroffen. Das hintere Kreuzband ist das stärkste Band im Kniegelenk und zerreißt daher etwa zehnmal seltener als das vordere Kreuzband.

Das vordere Kreuzband wird verletzt, wenn das Knie unfreiwillig gebeugt und der Unterschenkel dabei gleichzeitig verdreht wird oder wenn das Knie plötzlich zu stark gestreckt oder gebeugt wird.

quadrat_kreuzbandrissquadrat_kreuzband-Unfallmechanismus-2Schematische Darstellung, wie es zur Kreuzbandruptur kommt (Abb. mit freundlicher Genehmigung von Dr. Rolf Oetiker, Schweiz)

Nicht selten kommt es dabei zur „unhappy-triad“-Verletzung, also einem zusätzlichen Schaden an Innenband und Innenmeniskus. Ursache sind oft Sportverletzungen bei Mannschaftssportarten mit großem Körpereinsatz wie Fußball, Handball oder Basketball sowie bei den sog. „Stop-and-Go“-Sportarten wie Tennis oder Squash. Auch beim Skifahren kommt es oft zu Kreuzbandrissen, da der Unterschenkel relativ starr im Skischuh fixiert ist.
Bei einer Ruptur des hinteren Kreuzbands liegt in der Regel eine ausgesprochen schwere Verletzung mit weiteren schlimmen Begleitfolgen vor. Der Grund dafür ist, dass das hintere Kreuzband nur bei massiver Krafteinwirkung beispielsweise bei Verkehrs- oder Sportunfällen reißt.
Wird ein Kreuzband verletzt, spürt der Patient in diesem Moment heftige Schmerzen. Diese können dann etwas zurückgehen, treten aber schon bei leichten Belastungen sofort wieder auf. Das Knie ist meist stark angeschwollen und wird bei schwereren Verletzungen vom Patienten nicht mehr bewegt. Oft ist ein blutiger Erguss am oder im Kniegelenk zu sehen oder zu finden. Später beklagen die Patienten häufig eine Instabilität im Kniegelenk, welche ihnen besonders beim Treppensteigen auffällt.

Therapie einer Kreuzbandruptur

Die Therapie eines Kreuzbandrisses hängt sehr stark davon ab, wie schwer die Verletzung ist, welche Begleitfolgen diagnostiziert wurden und ob ein Instabilitätsgefühl bestehen bleibt oder nicht. Auch Alter und Aktivität des Patienten spielen eine große Rolle. Kreuzbänder haben eine schlechte Blutversorgung und heilen somit im Gegensatz zu den Seitenbändern nicht wieder zusammen, auch dann nicht, wenn sie genäht wurden. Früher wurde daher dem betroffenen Patienten schnell die Operation mit einer Kreuzbandplastik angeraten – heute gilt die Kreuzbandoperation als elektiver Eingriff, d.h. sie wird erst nach längerem Abwägen und auch nur bei entsprechendem Leidensdruck des Patienten durchgeführt. Grund dafür ist, dass bei einem Kreuzbandriss die Motivation des Verletzten entscheidend ist für den Erfolg der oft langwierigen Nachbehandlung. Viele Patienten, bei denen ein gerissenes Kreuzband nicht durch eine Kreuzbandplastik ersetzt wurde, können auch ohne Operation und mit entsprechendem Muskeltraining ohne größere Einschränkungen ihren normalen Alltag führen.
Wird konservativ vorgegangen, wird das betroffene Knie im Akutstadium mit einer Schiene oder einer Bandage ruhig gestellt, gekühlt und hoch gelagert. Gleichzeitig werden Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Sobald es die Beschwerden zulassen, sollte das verletzte Knie vorsichtig bewegt und mobilisiert werden. Hier bietet regelmäßige Physiotherapie, bei welcher Muskelkräftigungs- und Koordinationsübungen gezeigt werden, eine gute Unterstützung. Zusätzlich kann mit Kälte- oder Ultraschalltherapie, Lymphdrainage und Reizstrom behandelt werden. Massive Belastungen des verletzten Knies z.B. durch Squashspielen oder Skilaufen sollten mindestens sechs Monate unterbleiben.

Entscheidet sich der Patient für eine Operation, wird eine Kreuzbandplastik mit einer körpereigenen Sehne, beispielsweise der Kniescheibensehne oder der Sehne des musculus semitendinosus, eines auf der Rückseite des Oberschenkels gelegenen Muskels, durchgeführt.
Nach der Operation ist eine konsequente Nachbehandlung über mehrere Monate notwendig. Frühzeitige Bewegungsübungen sind dabei ebenso wichtig wie Stabilisierungs- und Koordinationsübungen, damit der Patient langsam wieder an die volle Belastung herangeführt werden kann. Sportarten, bei denen ein hohes Risiko für eine erneute Verletzung besteht, dürfen nach frühestens einem Jahr wieder ausgeübt werden.

In meiner Praxis behandle ich Kreuzbandrupturen neben der schulmedizinischen konservativen Therapie oder nach einer Operation  mit der Gabe von hochdosierten Enzymen und naturheilkundlichen Medikamenten sowie Kälteanwendung. Auch Wickel mit naturheilkundlichen Tinkturen, welche über Nacht angelegt bleiben, werden meist als sehr angenehm empfunden. Akupunktur kann wirksam zur Linderung bestehender Schmerzen beitragen. Wenn die Beschwerden zurückgegangen sind, helfen Osteopathie oder manuelle Medizin dabei, eventuell noch bestehende Blockaden aufzulösen. Außerordentlich wichtig ist hierbei ein intensives Auftrainieren der stabilisierenden Muskulatur, vor allem des vierköpfigen Oberschenkelmuskels (musculus quadriceps femoris), welcher das Knie streckt.

Praxis ist weiterhin regulär geöffnet! 

Die Praxis ist auch während des Lockdowns und während der Corona-Notbremse regulär weiter für Patienten mit Beschwerden geöffnet!  Bitte kommen Sie mit FFP2-Maske zur Behandlung, da dies inzwischen in Bayern für Patienten vorgeschrieben ist. Ein negativer Covid-19-Test ist nicht erforderlich - sollten Sie jedoch über ein aktuelles negatives Testergebnis verfügen, bringen Sie dieses bitte mit - - danke! Gerne können Sie sich unter www.etermin.net/praxis-kupper online einen Behandlungstermin einbuchen. Meine Praxis verfügt über ein Hygienekonzept und ist so organisiert, dass der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Ich freue mich auf Sie!

Ihre Eva Kupper, Heilpraktikerin

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