Urinfunktionsdiagnostik

Schon zu Beginn der Medizingeschichte wurde aus der Beschaffenheit des Urins auf den Gesundheitszustand und auf mögliche Erkrankungen des Patienten geschlossen. Bereits Hippokrates nannte den Urin „die Seihe des Blutes“ und beschrieb präzise, bei welcher Erkrankung der Harn wie aussieht. Die Urinfunktionsdiagnostik, auch traditionelle Harndiagnostik genannt, ist heutzutage ähnlich wie die Dunkelfelddiagnostik oder die Akupunktur eine eigenständige, in sich geschlossene Lehre.

Zur Harndiagnostik verwendet man in der Regel den frischen Morgenurin des Patienten, da dieser am konzentriertesten ist. Zuerst wird der Harn allgemein auf Farbe sowie sichtbare Inhaltsstoffe beurteilt und es werden mit einem Teststreifen der ph-Wert sowie das spezifische Gewicht des Urins ermittelt. Danach wird der Urin gleich hoch in jeweils sechs Reagenzgläser gefüllt. In vier dieser Reagenzgläser werden Chemikalien wie Natronlauge, Schwefelsäure etc. gegeben. Dies stellt die sog. „Kaltprobe“ dar, bei der es aufgrund der Reagenzien zu verschiedenen Reaktionen und Phänomenen kommen kann. Danach wird die sog. „Kochprobe“ durchgeführt, bei welcher die einzelnen Reagenzgläser 2-3 Minuten in kochendes Wasser gestellt werden. Durch diese Temperaturerhöhung ergeben sich bei der Kochprobe weitere Veränderungen wie Farbumschlag, Niederschläge und Bläschenbildung.

Mit Hilfe der Urinfunktionsdiagnostik kann der Therapeut Rückschlüsse ziehen auf die Funktion von Herz und Kreislauf sowie der Nieren. Auch die Verdauungsorgane Galle, Bauchspeicheldrüse, Leber und Darm können mit der Harnschau beurteilt werden.

In der Naturheilkunde liefert die Urinfunktionsdiagnostik damit eine aussagekräftige, ganzheitliche Diagnose – welche zudem sehr schnell geht. Sie kann aber auch zur Kontrolle des Therapieverlaufes, zum Überblick über die individuelle Stoffwechselsituation sowie zur Überprüfung der Effizienz gegebener Medikamente eingesetzt werden.

 

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