Schultergelenk
Aufbau
Das große Hauptgelenk der Schulter (Humeroscapulargelenk) besteht aus dem Oberarmkopf und der Schultergelenkspfanne, die zusammen ein Kugelgelenk bilden. Zum Gelenkkomplex gehören noch vier weitere Gelenke:
- das Schultereckgelenk (Acromioclaviculargelenk) zwischen Schlüsselbein und Schulterdachknochen
- das Gelenk zwischen Brustbein und Schlüsselbein (Sternoclaviculargelenk)
- das sog. subacromiale Nebengelenk, der Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf
- das Gelenk zwischen Schulterblatt und Brustkorb
Was macht unser Schultergelenk so einzigartig?
Die Schulter ist mit Abstand das beweglichste Gelenk unseres Körpers und ermöglicht es, den Arm mühelos in alle drei Richtungen zu bewegen. Diese Bewegungsfreiheit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das Schulterhauptgelenk größtenteils von Muskeln und Sehnen geführt und stabilisiert wird (im Gegensatz zum Hüftgelenk, obwohl dieses auch ein Kugelgelenk ist). Da die Gelenkfläche des Oberarmkopfes drei- bis viermal größer ist als die Gelenkfläche der Schultergelenkspfanne, wird das Schultergelenk wenig knöchern begrenzt.
Die muskuläre Stabilisierung erfolgt dabei in erster Linie durch die innen liegenden Muskeln der Rotatorenmanschette. Diese Muskeln sorgen dafür, dass der große Oberarmkopf bei jeder noch so kleinen Bewegung in der Schultergelenkspfanne zentriert bleibt. Des Weiteren sichert der oft bei Kraftsportlern sehr ausgeprägte, oberflächlich liegende Deltamuskel (musculus deltoideus) das Schultergelen.
Artikel 3/2012 in Natur&Heilen über Schulterbeschwerden: Download
Kolumne 06/2016 im Isar Anzeiger über Schulterschmerzen: Download
Schulterschmerzen
Untersuchung der Hals- und Brustwirbelsäule
Aufgrund der anatomischen und funktionellen Zusammenhänge sollten immer die Halswirbelsäule und die obere Brustwirbelsäule mit untersucht werden – zu berücksichtigen ist, dass der Schulterbereich von den sensiblen Fasern der Rückenmarksnerven C4-C6 versorgt wird.
Organerkrankungen
Organerkrankungen können ebenfalls Schulterschmerzen auslösen: Verbindungen zu Herz, Zwerchfell, Leber und Gallenblase sind bekannt und klinisch von großer Bedeutung. Die Schulter stellt dabei die sog. „Headsche Zone“ eines inneren Organs dar.
Syndrom der oberen Thoraxapertur
Schulterschmerzen treten auch bei dem oft anzutreffenden Syndrom der oberen Thoraxapertur, auch Thoracic-outlet-Syndrom genannt, auf. Bei dieser Erkrankung besteht ein Engpass im Bereich des Schultergürtels, welcher Nerven und Gefäße komprimiert und damit zu Gefühls- sowie Durchblutungsstörungen führt.
Tumorerkrankungen
Schulterschmerzen können auch durch eine Tumorerkrankung entstehen. Besonders häufig ist hierbei ein Pancoast-Tumor (Lungenspitzentumor), meist begleitet von dem Horner-Syndrom (auf der betroffenen Seite sind eine Pupillenverengung, ein herabhängendes Augenlid sowie ein scheinbar eingesunkener Augapfel zu beobachten).
Weitere Erkrankungen
Viele weitere Erkrankungen können sich erstmalig im Schultergelenk zeigen. Als Beispiele dafür sind Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Diabetes und Hyperurikämie (erhöhter Harnsäurespiegel) zu nennen.
Triggerpunkte im Schulterbereich
Sehr häufig werden Schulterschmerzen angegeben, wenn Muskeln im Schultergürtelbereich sog. Triggerpunkte aufweisen. Dies sind lokal begrenzte Verhärtungen in der Muskulatur, die meist stark druckempfindlich sind und triggerpunktspezifische ausstrahlende Schmerzen verursachen können.
Häufigste Erkrankungen
des Schultergelenks
Arthrose des Schultergelenks
Claviculafraktur
Frozen shoulder
Impingement-Syndrom
Kalkschulter
Schleimbeutelentzündung im Schultergelenk
Schulterluxation
Schultersteife
Sehnenriss Rotatorenmanschette
Sehnenriss im Schultergelenk
SLAP-Läsion
Häufig gestellte Fragen:
Kosten?
Die Kosten für eine Behandlung setzen sich aus meinem Honorar und ggf. Materialkosten zusammen.
Private Zusatz- oder Vollversicherungen übernehmen im Rahmen des von Ihnen gewählten Tarifes vollständig oder anteilig die Kosten für Heilpraktikerbehandlungen. Sie bekommen dann eine Rechnung nach dem GebüH (Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker).
Gesetzliche Kassen übernehmen Heilpraktikerkosten in der Regel nicht. Nur wenige gesetzliche Kassen wie z.B. die IKK Südwest, bei der ich als qualifizierte Therapeutin registriert bin, bezuschussen Heilpraktikerleistungen in geringem Rahmen. Mein Stundensatz für Selbstzahler liegt bei 140 €/h Für gesetzlich Versicherte besteht aber eventuell die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker abzuschließen. Die Dornsteintabelle bietet hier einen guten Überblick.
Abendtermine: kosten 20€/h mehr.
Wichtig für Sie zu wissen ist, dass Heilpraktiker eine Behandlung anders ansetzen als die klassische Schulmedizin. Eine ausführliche Anamnese ist die Grundlage dafür zu entscheiden, welche Diagnosemöglichkeiten und welche Therapien individuell für Sie als Patient in Frage kommen. Bitte suchen Sie keinen Heilpraktiker auf, wenn Sie z.B. aufgrund von Internetrecherchen schon festgelegt auf eine einzelne Behandlung sind, die Sie ohne jegliche Anamnese und Diagnose buchen wollen!
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Notfalltermine
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Wartezeiten
Die Öffnungszeiten meiner Praxis richten sich auch nach den speziellen Bedürfnissen von Berufstätigen und Familien. Da ich ausschließlich feste Termine vergebe, brauchen Sie keine oder nur minimale Wartezeiten einzuplanen.
