Erkrankungen des Schultergelenks

Häufigste Erkrankungen

Bei Schulterschmerzen muss immer folgendes beachtet werden:

  • Aufgrund der anatomischen und funktionellen Zusammenhänge sollten immer die Halswirbelsäule und die obere Brustwirbelsäule mit untersucht werden

– zu berücksichtigen ist, dass der Schulterbereich von den sensiblen Fasern der Rückenmarksnerven C4-C6 versorgt wird.

  • Organerkrankungen können ebenfalls Schulterschmerzen auslösen: Verbindungen zu Herz, Zwerchfell, Leber und Gallenblase sind bekannt und klinisch von großer Bedeutung. Die Schulter stellt dabei die sog. „Headsche Zone“ eines inneren Organs dar.
  • Schulterschmerzen treten auch bei dem oft anzutreffenden Syndrom der oberen Thoraxapertur, auch Thoracic-outlet-Syndrom genannt, auf. Bei dieser Erkrankung besteht ein Engpass im Bereich des Schultergürtels, welcher Nerven und Gefäße komprimiert und damit zu Gefühls- sowie Durchblutungsstörungen führt.
  • Schulterschmerzen können auch durch eine Tumorerkrankung entstehen. Besonders häufig ist hierbei ein Pancoast-Tumor (Lungenspitzentumor), meist begleitet von dem Horner-Syndrom (auf der betroffenen Seite sind eine Pupillenverengung, ein herabhängendes Augenlid sowie ein scheinbar eingesunkener Augapfel zu beobachten).
  • Viele weitere Erkrankungen können sich erstmalig im Schultergelenk zeigen. Als Beispiele dafür sind Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Diabetes und Hyperurikämie (erhöhter Harnsäurespiegel) zu nennen.
  • Sehr häufig werden Schulterschmerzen angegeben, wenn Muskeln im Schultergürtelbereich sog. Triggerpunkte aufweisen. Dies sind lokal begrenzte Verhärtungen in der Muskulatur, die meist stark druckempfindlich sind und triggerpunktspezifische ausstrahlende Schmerzen verursachen können

Im Folgenden sind die häufigsten Erkrankungen der Schulter sowie schulmedizinische und alternative Behandlungsmethoden beschrieben:

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